Derby-Remis fühlt sich wie ein verlorener Punkt an

HSG Neuenhain/Altenhain – 32:32 (18:16) – TSG Münster III

Nach der enttäuschenden Heimniederlage gegen Breckenheim/Wallau/Massenheim II wollte unsere HSG im Derby gegen die TSG Münster III unbedingt eine bessere Leistung zeigen. Das gelang über weite Strecken. Dennoch überwog nach dem 32:32-Unentschieden die Enttäuschung, denn der eine Punkt fühlte sich am Ende eher wie ein verlorener an.

Die Begegnung begann ausgeglichen. Bis zum 4:4 konnte sich keine Mannschaft absetzen, anschließend übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle. Während unsere HSG im Angriff einige Möglichkeiten liegen ließ, nutzte Münster seine Chancen konsequenter und zog bis zur 15. Minute auf 10:6 davon.

Nach der frühen Auszeit zeigte die Mannschaft die erhoffte Reaktion. Zwar lag die HSG in der 22. Minute noch mit 12:15 zurück, kämpfte sich anschließend aber mit viel Einsatz und einem starken 6:0-Lauf zurück. Aus dem Drei-Tore-Rückstand wurde eine 18:15-Führung. Münster gelang vor der Pause lediglich noch der Treffer zum 18:16.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb unsere HSG zunächst am Drücker und setzte sich auf 21:18 ab. Die Gäste ließen sich jedoch nicht abschütteln und glichen beim 22:22 wieder aus. Es entwickelte sich ein intensives Derby, in dem die Führung mehrfach wechselte und beide Mannschaften um jeden Ball kämpften.

Nach einem zwischenzeitlichen 26:27-Rückstand übernahm unsere HSG erneut die Initiative und erspielte sich beim 30:28 eine gute Ausgangsposition für die Schlussphase. In einer zunehmend hektischen Schlussphase, in der aus unserer Sicht auch einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen gegen uns ausfielen, glich Münster jedoch zum 30:30 aus. Unsere Mannschaft legte anschließend noch zweimal vor, doch weder das 31:30 noch das 32:31 reichten zum Sieg. In der 60. Minute erzielten die Gäste den erneuten Ausgleich.

So blieb es trotz der letzten Auszeit beim 32:32. Angesichts der mehrfachen Führung in der Schlussphase fühlt sich das Ergebnis eher wie ein verlorener Punkt an. Dennoch müssen wir uns auch selbst vorwerfen, unsere Möglichkeiten nicht konsequent genug genutzt und den Sieg nicht aus eigener Kraft gesichert zu haben.

Gleichzeitig war die Leistung im Vergleich zum vorherigen Spiel eine klare Verbesserung. Einsatz, Moral und spielerische Entwicklung zeigten in die richtige Richtung – darauf gilt es nun weiter aufzubauen.

Ausblick

Am Sonntag, den 25. Oktober 2026, wartet die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Um 17:00 Uhr tritt unsere HSG auswärts beim Oberliga-Absteiger in Rüsselsheim an. Wenn die positive Entwicklung der vergangenen Partie fortgesetzt und die Leistung über die gesamten 60 Minuten abgerufen wird, ist auch dort etwas möglich.